Pievox  Information

           Anwendungtips 



         Die Themen:

         Überspielung von Band auf Digital 
Überspielung von CD  auf Band


Überspielung von Band auf Digital  mithilfe eines Pegel - Referenzbandes
Wie der Name sagt, dient das Pegel -Referenzband primär zur Einstellung des Wiedergabepegels des Tonbandgerätes.

Man kann aber auch einen Zweitnutzen haben, nämlich bei der Überspielung von Bandaufnahmen
ins Digitale mittels A/D Converter  vulgo "Soundkarte".

Der Grundgedanke ist, den Aufnahmepegel des Digital-Wandlers für beide Kanäle
1. gleich einzustellen
2  auf einen Pegel zu justieren, der eine Überspielung ohne Übersteuerung des Digitalsystems ermöglicht.

Meine Methode
Vorüberlegung:
Aufgrund der begrenzten Austeuerbarkeit der Bänder ist verständlich, daß auch im extremsten Falle
beim Erreichen  der Sättigung in den Spitzen ein Effektivwert des Pegels von +10dB VU über Referenzlevel errreicht wird.


Da aber im Falle der Digitalaufnahme die Impuls "Spitzen" - also der Scheitelwert der Schwingungen - immer unter 0dB FS
liegen muß, ist es anzuraten den Effektivwert (in VU) zur Sicherheit mit Faktor 2 als Spitzenwert zu nehmen.

Damit kommt man auf den für digitale Aufnahmen üblichen Ref Level von -18dB FS.


Und das ist der Zielpunkt,
    man stellt also beim Abspielen des Ref. Pegeltones den digitalen Aufnahmepegel auf -18dB ein.

Das sieht auf den ersten Blick nach fast 20dB Verschwendung von digitalem Pegel aus, ist aber nötig,
um für die Amplitudenspitzen bzw. allfällige Aussteuerungen in das Sättigungsgebiet eine Reserve zu haben.
 
Über + 15dB ist vom Magnetband kein Pegel mehr zu erwarten.



Überspielung von CD  auf Band

Für einfache - schnelle Überspielungen
kann man beim Abspielen der CD die Rec Level Pot des Bandgerätes
entsprechend justieren, verliert aber den vom Tonmeister gewählten Mitten-Punkt,
weil die Aussteuerung getrennt für L + R  nachgeführt wird je nach der gerade vorliegenden Lautstärke.

Will man eine
mittengetreue  Überspielung von CD auf Band
kann man eine ähnliche Methode wie oben beschrieben, anwenden.

Technische Vorbemerkung:
In der analogen Technik wird im Amateurbereich nach VU-Meter 
ca. 300ms Integrationszeit ausgesteuert,
im Profisektor (in Europa) nach Spitzenwert mit ca. 10ms Integrationszeit.

Das wäre für die übersteuerungsempfindliche Digitalechnik bereits gefährlich, weshalb man hier
den Begriff 0dB FS (full scale) eingeführt hat.
Dieser Pegel darf NIE -  auch nicht in kurzen Spitzen - überschritten werden, ansonsten erfolgen grausame Tonprodukte.
Die Aussteuerung erfolgt deshalb nicht mehr über Instrumente, sondern durch Auslesen der Digitalwerte des Datenstromes
und quasi trägheitslose Anzeige auf einem Bildschirm.


Von der CD kommt die Musik also IMMER in den Spitzen unter
0dBFS.
Aber leider nicht mit "genormten" Pegeln oder Lautstärken.
Jeder Produzent ist frei, die Lautstärke seines Produkts zu wählen

So kann es sein, daß man eine Produktion eines Orchesters mit max Lautstärke (-0,1dBFS ) hat,
und eine zweite CD desselben Musikers oder Orchesters aber mit -10dBFS   Lautstärkepegel ausgesteuert ist.

Also muß man sich schrittweise an den richtigen Rec Level herantasten.

Dazu ist eine CD anzuschaffen, die verschiedene Pegel z.B. -1dBFS / -3dBFS / -6dBFS  / -9dBFS  / -12dB FS  vom Player liefert. *)

1. Abspielen des -6dBFS Tracks der Ref Level CD  und den Aufnahmeapparat Rec Level bei beiden Kanälen auf 0 dB VU  einstellen.

2.  auf der CD mal die lautesten Tracks auswählen und registrieren, ob am VU Meter Übersteuerungen in die + 6dB Region auftreten
    oder der Pegel unzureichend ausgesteuert wird.

3. Je nach Ergebnis - zu laut oder zu leise - von der Ref Level CD den nächstliegenden Pegel abspielen und die Rec Level Potis einstellen.

Der gefundene Wert sollte dann auf der CD vermerkt werden für weitere Überspielungen.

Ideal ist natürlich für solche Überspielungen ein Mischpult auch für Ein- und Ausblendungen.

*) Eine solche CD ist auf Anfrage erhältlich   mail an Info (at) pievox.de